So findest du deine Hauptkeywords
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So findest du deine Hauptkeywords

6 Min. Lesezeit

Warum Keywords das Fundament deiner SEO-Strategie sind

Ohne die richtigen Keywords ist jede SEO-Strategie zum Scheitern verurteilt. Keywords sind die Brücke zwischen dem, was deine potenziellen Kunden suchen, und dem, was du anbietest. Wenn du die falschen Keywords optimierst, ziehst du die falschen Besucher an – oder gar keine.

Die Keyword-Recherche ist der erste und wichtigste Schritt jeder SEO-Strategie. Sie bestimmt, welche Inhalte du erstellst, wie du deine Seiten strukturierst und wo du deine Ressourcen investierst. Ein Fehler hier wirkt sich auf alles aus, was danach kommt.

Was sind Hauptkeywords?

Hauptkeywords (auch Head Keywords oder Primary Keywords) sind die zentralen Suchbegriffe, für die deine Website ranken soll. Sie definieren dein Kerngeschäft und sind in der Regel:

  • Kurz: 1-3 Wörter (z.B. „SEO Agentur“, „Webdesign München“)
  • Suchvolumenstark: Viele Menschen suchen danach
  • Wettbewerbsintensiv: Viele Websites wollen dafür ranken
  • Geschäftsrelevant: Sie stehen in direktem Zusammenhang mit deinem Angebot

Neben Hauptkeywords gibt es Long-Tail-Keywords – längere, spezifischere Suchphrasen wie „SEO Agentur für Handwerker in München“. Sie haben weniger Suchvolumen, aber oft eine höhere Conversion-Rate, weil die Suchintention klarer ist.

Schritt-für-Schritt: So findest du deine Hauptkeywords

Schritt 1: Brainstorming – Denke wie dein Kunde

Bevor du Tools öffnest, setze dich hin und überlege: Welche Begriffe würde dein idealer Kunde bei Google eingeben, um dein Angebot zu finden? Notiere alle Begriffe, die dir einfallen – unzensiert und ohne Bewertung.

Stelle dir dabei folgende Fragen:

  • Welches Problem löst mein Produkt oder meine Dienstleistung?
  • Wie würde ein Laie dieses Problem beschreiben?
  • Welche Fachbegriffe verwendet meine Branche?
  • Welche lokalen Bezüge gibt es?
  • Welche Alternativen oder Synonyme gibt es für meine Hauptbegriffe?

Schritt 2: Kundensprache analysieren

Die Sprache deiner Kunden unterscheidet sich oft von deiner Fachsprache. Ein SEO-Experte sucht vielleicht nach „SERP-Optimierung“, aber ein Unternehmer sucht nach „bei Google ganz oben stehen“. Nutze diese Quellen, um die echte Kundensprache zu verstehen:

  • Kundengespräche und E-Mails
  • Bewertungen und Testimonials
  • Support-Anfragen
  • Foren und Social-Media-Diskussionen
  • Kommentare unter Blogartikeln und YouTube-Videos

Schritt 3: Google Suggest nutzen

Google Suggest (Autovervollständigung) zeigt dir in Echtzeit, wonach Menschen suchen. Gib dein Brainstorming-Keyword bei Google ein und notiere alle Vorschläge. Variiere den Anfang: Setze verschiedene Buchstaben vor oder nach deinem Keyword, um noch mehr Ideen zu erhalten.

Besonders wertvoll sind auch:

  • „Ähnliche Suchanfragen“ am Ende der Google-Ergebnisseite
  • „Nutzer fragen auch“ (People Also Ask) in den Suchergebnissen
  • Google Trends für die zeitliche Entwicklung von Suchbegriffen

Schritt 4: Keyword-Tools einsetzen

Jetzt ist es Zeit für professionelle Keyword-Tools. Die wichtigsten sind:

Google Keyword Planner (kostenlos)

Der Keyword Planner ist Teil von Google Ads und liefert Suchvolumen-Daten direkt von Google. Allerdings zeigt er nur Bereiche (z.B. „1K-10K“) statt exakter Zahlen, wenn du keine aktiven Anzeigen schaltest.

Google Search Console (kostenlos)

Wenn du bereits eine Website hast, zeigt dir die Search Console, für welche Keywords du bereits rankst. Oft findest du hier Keywords, für die du auf Position 10-20 stehst – mit gezielter Optimierung kannst du sie auf die erste Seite bringen.

Ubersuggest

Ubersuggest bietet in der kostenlosen Version bereits Suchvolumen, Keyword-Schwierigkeit und Content-Ideen. Es ist ein guter Einstieg für Einsteiger und Kleinunternehmer.

Ahrefs / Semrush

Die beiden Profi-Tools bieten die umfassendsten Keyword-Daten: exaktes Suchvolumen, Keyword-Schwierigkeit, Klickrate, SERP-Analyse und Wettbewerbsanalyse. Sie sind kostenpflichtig, aber für professionelles SEO unverzichtbar.

AnswerThePublic

Dieses Tool visualisiert Fragen, die Menschen zu einem Keyword stellen. Ideal für die Content-Planung und um Long-Tail-Keywords zu finden.

Schritt 5: Keyword-Metriken bewerten

Nicht jedes Keyword ist ein gutes Keyword. Bewerte deine Keyword-Kandidaten anhand dieser Kriterien:

Suchvolumen

Wie oft wird das Keyword pro Monat gesucht? Höheres Suchvolumen bedeutet mehr potentiellen Traffic, aber auch mehr Wettbewerb. Für Nischen-Websites können auch Keywords mit 50-200 Suchen pro Monat sehr profitabel sein.

Keyword-Schwierigkeit (KD)

Wie schwer ist es, für dieses Keyword auf Seite 1 zu ranken? Die meisten Tools geben einen Wert von 0-100 an. Für neue Websites solltest du mit Keywords beginnen, die eine KD unter 30 haben.

Suchintention

Passt die Suchintention zu deinem Angebot? Ein Keyword mit hohem Suchvolumen bringt dir nichts, wenn die Suchenden etwas ganz anderes erwarten als das, was du bietest.

Geschäftsrelevanz

Wie wahrscheinlich ist es, dass jemand, der dieses Keyword sucht, zu deinem Kunden wird? Ein Keyword wie „SEO lernen kostenlos“ zieht andere Menschen an als „SEO Agentur beauftragen“.

Cost per Click (CPC)

Der CPC aus Google Ads gibt dir einen Hinweis auf den kommerziellen Wert eines Keywords. Hohe CPCs deuten darauf hin, dass Werbetreibende bereit sind, viel für diesen Traffic zu bezahlen – ein Zeichen für hohen Geschäftswert.

Schritt 6: Wettbewerb analysieren

Bevor du dich auf ein Keyword festlegst, analysiere die aktuellen Top-Ergebnisse bei Google:

  • Wer rankt aktuell auf den Top-Positionen?
  • Wie hochwertig sind deren Inhalte?
  • Wie viele Backlinks haben die Top-Ergebnisse?
  • Gibt es eine realistische Chance, diese Seiten zu übertreffen?
  • Welche Lücken in deren Content kannst du füllen?

Schritt 7: Keyword-Mapping erstellen

Ordne jedem Hauptkeyword eine Zielseite zu. Jede wichtige Seite deiner Website sollte auf ein Hauptkeyword und 2-4 verwandte Nebenkeywords optimiert sein. Vermeide Keyword-Kannibalisierung – das bedeutet, dass zwei oder mehr Seiten deiner Website für dasselbe Keyword konkurrieren.

Erstelle eine Tabelle mit folgenden Spalten:

  • Keyword
  • Suchvolumen
  • Schwierigkeit
  • Suchintention
  • Zielseite (URL)
  • Status (erstellt/optimiert/geplant)

Keyword-Strategien für verschiedene Unternehmenstypen

Lokale Unternehmen

Fokussiere dich auf Keywords mit Ortsbezug: „Zahnarzt München“, „Schlüsseldienst Berlin Kreuzberg“, „Webdesign Hamburg“. Lokale Keywords haben oft weniger Wettbewerb und eine sehr hohe Conversion-Rate.

Online-Shops

Optimiere Kategorieseiten für breite Keywords und Produktseiten für spezifische Keywords. Vergiss nicht transaktionale Keywords wie „kaufen“, „bestellen“ oder „günstig“.

Dienstleister und Agenturen

Kombiniere Service-Keywords mit Branchen-, Problem- und Ortskeywords. „SEO für Ärzte“ oder „Webdesign für Handwerker“ sind oft profitabler als generische Keywords.

Blogs und Content-Seiten

Setze auf informative Long-Tail-Keywords und Fragen. „Wie erstelle ich eine SEO-Strategie“ hat weniger Wettbewerb als „SEO-Strategie“ und zieht qualifizierte Leser an.

Keyword-Recherche für KI-Suche

Mit dem Aufstieg von KI-Suchsystemen verändert sich auch die Keyword-Strategie. KI-Systeme verarbeiten natürlichsprachliche Anfragen besser als kurze Keyword-Phrasen. Das bedeutet:

  • Optimiere verstärkt für natürlichsprachliche Fragen
  • Erstelle Inhalte, die direkte, faktenbasierte Antworten liefern
  • Nutze semantisch verwandte Begriffe statt exakter Keyword-Wiederholungen
  • Decke ein Thema umfassend ab, statt auf einzelne Keywords zu zielen

Häufige Fehler bei der Keyword-Recherche

  • Nur auf Suchvolumen achten: Ein Keyword mit 10.000 Suchen, für das du nie ranken wirst, ist wertlos.
  • Die Suchintention ignorieren: Nicht jeder, der „Webdesign“ sucht, will einen Webdesigner beauftragen.
  • Zu breit optimieren: „Marketing“ als Hauptkeyword ist für ein kleines Unternehmen unrealistisch.
  • Einmalige Recherche: Suchtrends ändern sich. Überprüfe deine Keywords mindestens vierteljährlich.
  • Eigene Fachsprache verwenden: Nutze die Sprache deiner Kunden, nicht deine eigene.

Fazit: Die richtigen Keywords als Wettbewerbsvorteil

Die Keyword-Recherche ist keine einmalige Aufgabe, sondern ein fortlaufender Prozess. Die richtigen Hauptkeywords zu finden, bedeutet zu verstehen, wie deine Kunden denken, suchen und entscheiden. Wer diese Sprache spricht, gewinnt – in der klassischen Google-Suche und in der KI-gestützten Zukunft.

Beginne heute mit der Recherche. Nutze die Kombination aus Brainstorming, Kundenanalyse und professionellen Tools. Erstelle dein Keyword-Mapping und richte deine gesamte Content-Strategie danach aus. Die Investition in eine gründliche Keyword-Recherche zahlt sich über Jahre aus.